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97 Min. |
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Wir schreiben das Jahr 1960 als Nikifor das Atelier von Włosiński betritt und seine Bilder auspackt. Das ruhige, geordnete, bis ins letzte Detail geplante Leben Włosińskis ist seit diesem Augenblick Vergangenheit. Włosiński, der den Maler zuerst als aufsässig empfindet, versucht, ihn loszuwerden. Er beschließt, die Familie des Malers zu finden, es stellt sich jedoch heraus, dass dieser in vollkommener Einsamkeit lebt. Er besitzt nicht einmal eine Geburtsurkunde. Rechtlich gesehen… gibt es ihn überhaupt nicht. Seine Zunge ist mit dem Gaumen verwachsen, so ist er nur schwerlich zu verstehen. Włosiński bekommt nur heraus, dass seine Mutter eine taubstumme Reinemachfrau und sein Vater unbekannt ist (in Krynica wird behauptet, dass sein Vater der berühmte Maler Gierymski war).
Włosiński ist kein besonderer Enthusiast der folkloristischen Malerei. Je länger jedoch die Bekanntschaft währt, desto mehr erkennt er den Wert der Werke Nikifors, dessen innere Unabhängigkeit, Glauben und tiefste Demut vor dem Schönen. Er sieht, wie unfrei und unbeflügelt ihn seine eigene künstlerische Ausbildung gemacht hat. Er ist abhängig von Traditionen, Bewertungen und Kritiken. Von Erfolgszwang und vom materiellen Status.
Die Rolle des Titelhelden wurde der …Schauspielerin Krystyna Feldman anvertraut.
Auszeichnungen:
Polnisches Filmfestival in Gdynia 2004:
- Hauptpreis für die beste weibliche Filmrolle, für Schnitt, für Kostüme
Der polnische Filme Mój Nikifor des Regisseurs Krzysztof Krauze ist der große Sieger des Filmfestivals von Karlovy Vary. Neben dem Preis für den besten Film erhielt Moj Nikifor auch die Auszeichnung für die beste Regie. Außerdem wurde die die 85-jährige Darstellerin Krystyna Feldman für ihre Interpretation eines Mannes, der Hauptfigur Nikifor, ausgezeichnet - für die beste weibliche Hauptrolle (auch auf den Filmfestivals in Kijev, Manila, Valladolid, Pune). Der Film erhielt Preise und Auszeichnungen auf den Festivals in Athen, Chicago und Denver.
Hintergrund:
Der naive Maler Nikifor (1895–1968) lebte im angesagten polnischen Kurort Krynica. Aufgrund seiner Sprach- und Gehörstörungen war Nikifor ein Außenseiter und lebte vom Betteln. Bei den Passanten bedankte er sich für ihre milden Gaben mit kleinen Bildern.
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