Nach einem Jahr als Putzfrau in London, kehrt Aga nach Schlesien zu ihren Eltern zurück. Während ihr Vater im Streik ist, versucht die Mutter über die Runden zu kommen, nachdem der Frisiersalon dichtgemacht wurde, in dem sie zuvor gearbeitet hat.
In Warschau hat der Rapper Michael alle Mühe seine Kariere in Schwung zu bringen. Im Gegensatz zu seinen Mitstreitern lebt er seine Musik. Doch ohne Job und bei der Großmutter lebend, ist man nicht wirklich die erste Wahl des Vaters seiner Freundin Marta.
Wiktor ist aus der Stadt ins Fischerdorf nach Pommern zurückgekehrt, nachdem er sich von seiner Freundin trennte. Er verbringt seine Zeit mit dem Ausnehmen von Fischen und fruchtlosen Versuchen seine Beziehung zu kitten.
Die Stadt London spielt in allen drei Geschichten den Aufhänger. Dort hat Aga ihr Geld gespart, daß sie nun in einen neuen Laden für ihre Mutter investiert. London ist das Exil für Marta, damit Michael aus ihrem Leben verschwindet. Und auch Wiktor redet von London. Einfach raus aus Polen, dort arbeiten und leben.
Anhand dreier Schicksale wird das Leben von Jugendlichen in Polen beleuchtet.
Alle drei werden im Laufe ihrer Geschichten mit der harten Realität konfrontiert. Doch anstatt sich von der Realität unterkriegen zu lassen, versuchen alle drei einen neuen Anlauf. Nach London.
Auszeichnungen:
- Spezialpreis der Jury des 30. FPFF Gdingen 2005
Hintergrund:
In den letzten Jahren emigrierten mehrere hundert junge Polen nach England, wo sie legale Beschäftigung fanden (je nach Quelle spricht man von 600 000 bis zwei Millionen Emigranten).
"Ode an die Freude" ist ein gemeinsames Projekt von drei Regiestudenten an der PWSFTViT in Lodz.
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