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Studio Filmowe „TOR” |
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Schlesien, Mitte der Achtziger Jahre. Der zwölfjährige Wojciech lebt mit seinem Vater zusammen, einem Menschen mit sehr strengen Grundsätzen, der seinen Sohn zu einem starken Mann erziehen möchte. Der ständigen Züchtigung ausgesetzt, selbst von der Schule und der Kirche im Stich gelassen, schottet sich der Junge – eine unvergessliche Leistung des jungen Schauspielers! – immer mehr von der Außenwelt ab, bis er von zu Hause für immer flieht. Wir begegnen ihm wieder, als er bereits dreißig ist und entdecken die Striemen auf seiner Seele, die seine Kindheit hinterlassen hat. Wie beziehungsfähig ist ein Mensch, der ohne Liebe aufwachsen musste? Am erschreckendsten sind die Momente, die den Sohn seinem gehassten Vater plötzlich sehr ähnlich erscheinen lassen… Der Film löste in Polen eine Disskusion über Gewalt in der Familie aus.
Ich kann mich an keinen anderen Film erinnern, bei dem die Aufteilung in zwei Teile so perfekt gelungen ist: die beiden Teile - der erste, der die furchtbare Kindheit des Jungen zeigt, und der zweite, der schildert, wie der erwachsene Held seinem Vater immer ähnlicher wird – erinnern an zwei Seiten eines Buches, die so dicht aufeinander liegen, dass die untere Seite hindurchscheint." (Ed Gonzales, "Slant Magazine")
Gerettet durch eine Frau (Agnieszka Grochowska) tritt der Held von "Pregi / Striemen" aus seiner Höhle heraus wie Lazarus aus dem Grab. Ich kann mich nicht erinnern, dass es im polnischen Kino je eine Liebeserklärung gab, die so rein und mutig war wie diese, ohne Kitsch und ohne Aufgesetztheit. Es hat viel Mut erfordert, das Innere der polnischen Komplexe mit einer Höhlenlampe auszuleuchten und zu entwirren. Dies ist keine weitere Love Story, sondern eine Geschichte über das Leben und über die Liebe. Über die Möglichkeit einen anderen Menschen so zu lieben wie sich selbst." (Tadeusz Sobolewski, "Gazeta Wyborcza") Preise:
- der Grosse Preis - die Goldenen Löwen - für den besten Film sowie die Preise für die beste Kameraführung, die besten Kostüme und den besten Ton auf dem POLNISCHEN SPIELFILMFESTIVAL in Gdynia, 2004
- der Hauptpreis des POLNISCHEN FILMKUNSTFESTIVALS "PROWINCJONALIA" in Wrzesnia, 2005
- der Adler (Polnischer Filmpreis) für die beste männliche Nebenrolle (Jan Frycz)
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