Programm der Polnischen Filmtage Sommer 2021
  •  Eastern (2019)
    Regie: Piotr Adamski
    Dienstag, 10. August
  •  Der Masseur / Śniegu już nigdy nie będzie (2021)
    Regie: Małgorzata Szumowska
    Mittwoch, 11. August
  •  Supernova (2019)
    Regie: Bartosz Kruhlik
    Freitag, 13. August
  • Jak najdalej stąd / Möglichst weit weg von hier (2020)
    Regie: Piotr Domalewski
    Samstag, 14. August
  • Sweat
    Regie: Magnus von Horn
    Sonntag, 15. August
 

Neue Pläne, neue Ideen!

Es waren zwei ganz besondere Tage und wir schwelgen noch in Erinnerungen!

Der Sound des Cellos von Marcel Markowski und die Melodie von Tadeusz Nalepa (Das Gebet) noch im Ohr, die expressiven Bilder von Mariusz Wilczyński noch vor den Augen, die Freude der Preisträger*innen noch ganz greifbar…

Die Gewinner*innen des Kurzfilmwettbewerbs „Spagat“

 

1. Preis:

Evelina Winkler, Würzburg,
Kochana BabciuLiebe Oma

 

2. Preis:

Antoni Kuźniarz, Krakau,
Corvin Orphans

 

3. Preis

Michał Szufla, Łódź,
W domu rodzinnym trzeba się nagimnastkować
Im Elternhaus muss man viel Gymnastik machen

 

(Auf dem Foto: Evelina Winkler und Antoni Kuźniarz, Fot. Juta Missbach)
Spagat

Filmvorführung und Gespräch mit Mariusz Wilczyński

 

Der mehrfach preisgekrönte, vom MoMA und der National Gallery geehrte polnische Filmemacher Mariusz Wilczyński zeigte seinen berühmten Film „KilI It And Leave This Town“ – und traf sich mit dem Publikum für ein Gespräch.

 

„New York Times“ hat Wilczyński als einen der wichtigsten zeitgenössischen Künstler der Filmanimation bezeichnet.
Der Animationsfilm »Kill It and leave this town« feierte seine Premiere auf der 70. Berlinale (2020). Wilczyński hat an dem Film ganze vierzehn Jahre gearbeitet. Sein Werk unterscheidet sich deutlich von den bekannten Animationen von Pixar & Co. und präsentiert eher eine düstere Vision des Lebens. Es ist eine autobiografische Reise in die Kindheit des Künstlers in seine Heimatstadt Łódź in den 60er- und 70er-Jahren.
Die Filmmusik stammt von der polnischen Blues-Rock-Band Breakout und ihrem 2007 verstorbenen Bandleader Tadeusz Nalepa – mit dem Mariusz Wilczyński eng befreundet war.
Foto: Jutta Missbach

Der Teufel kennt keine Grenzen – Performance

 

Mariusz Wilczyński lud an diesem Samstag gemeinsam mit dem polnischen Violoncellist Marcel Markowski  zu einer Performance mit live-zeichnen, Animationen und Musik ein.

„Diabeł nie zna granic – Der Teufel kennt keine Grenzen“ heißt die Live-Performance des Künstlers Mariusz Wilczyński zu einem von ihm produzierten Animationsfilm. Der Film wurde in Echtzeit auf einem großen Bildschirm gezeigt. Die Klangspur zum Film setzt sich aus Kompositionen von Johann Sebastian Bach und Tadeusz Nalepa zusammen, gespielt vom Cello-Virtuosen und ersten Cellisten des Orchesters Sinfonia Varsovia, Marcel Markowski.
In der Performance verflechten sich Cello-Klänge und Video-Passagen, live gezeichnete und gleichzeitig filmisch präsentierte Zeichensequenzen. Hier weiß man nicht mehr, wer wem folgt: die musikalischen Linien den sich entfaltenden skurrilen comikhaften Erzählungen, oder die Bildfolgen und Videoschnitte den dahin galoppierenden gebrochenen Akkorden. Es entstand ein faszinierender Strudel aus gezeichneten Linien und gestrichenen Saiten und verzauberte das Publikum des restlos gefüllten Heilig-Geist-Saales.
Foto: Jutta Missbach